Altersdiskriminierung ist ein Übel, bekämpfen wir sie!
Obwohl die Bundesverfassung Diskriminierung aufgrund des Alters ausdrücklich verbietet, kommt sie im Alltag nach wie vor häufig vor und wird vor allem nicht ausreichend wahrgenommen.
In der Praxis sind ältere Menschen in vielen wichtigen Bereichen mit Ungleichheiten konfrontiert: beim Zugang zur Gesundheitsversorgung, bei der Wohnungssuche, bei der Mobilität oder auch bei der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie werden manchmal als «Kostenfaktor» oder «Last» wahrgenommen. Diese Situation ist umso besorgniserregender, als Altersdiskriminierung eine der am weitesten verbreiteten Formen der Diskriminierung ist: In der Schweiz geben fast 28 % der Menschen an, davon betroffen gewesen zu sein.
Es ist dringender Handlungsbedarf gegeben. Organisationen zur Verteidigung der Rentnerinnen und Rentner, wie jene, die in der FARES zusammengeschlossen sind und insbesondere von der AVIVO unterstützt werden, fordern, die bestehenden rechtlichen Lücken zu schliessen. Sie verlangen die Schaffung eines echten rechtlichen Rahmens gegen Altersdiskriminierung sowie einen nationalen Aktionsplan und konkrete Massnahmen in den Bereichen Arbeit, Wohnen und Gesundheit.
Der Kampf gegen Altersdiskriminierung bedeutet nicht nur, eine Bevölkerungsgruppe zu schützen: Es geht darum, eine gerechtere Gesellschaft zu verteidigen, die auf der Solidarität zwischen den Generationen basiert. Denn alle werden eines Tages damit konfrontiert werden. Der Bundesrat und die anderen Institutionen dieses Landes müssen sich dringend dieser Thematik annehmen.